I felt just like a stormcloud rising

Wir gehen ins Kino. Vorher liegen wir auf der Wiese und reden, die Freundschaft zu dir ist intensiv, auch dieser Moment ist es – ich beobachte dich beim Reden, wie ein Verliebter es tun würde. Dann der Film, ebenfalls intensiv, herzzerreißend, tragisch, lebhaft, beim Abspann weiß keiner im Saal, was nun zu sagen wäre. Niemand rührt sich. Du hast neben mir geweint.

Auf dem Heimweg klapperst du im Nachtwind mit den Zähnen, vor Kälte und vor Aufregung, ich weiß, warum: dieses Gefühl, diese Intensität, diese Wucht, mit der Emotionen jetzt in dir wie in mir arbeiten, ein berauschender Zustand völliger Überreizung: DAS ist ES, darum geht es, so will ich fühlen, das will ich teilen.
Auf dem Fahrrad durch die Nacht, die leeren Straßen, Geschwindigkeit, die das Gefühl verstärkt.

Den Tag vorher habe ich verloren. Aufgewacht, gewusst: es geht nicht, und es ging auch nicht. Wie lebt man denn?

 

(Wir reden von Liebe. Du verstehst alles, auch meine beschämende Obsession für ihn, die gar nicht ihm gilt, sondern der wirren Idee von etwas, das vage mit ihm zu tun hatte, als es zu wuchern begann.)

 

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