26.04.

Schon wieder:
es klappt eben nicht. Ich möchte seit über einer Woche meine Wohnung putzen, joggen gehen, ans Studieren denke ich lieber gar nicht erst, es funktioniert ohnehin nichts davon. Warum eigentlich?

Sie habe noch nicht verstanden, was das Problem an der Masterarbeit sei, sagt meine (hoffentlich?) neue Psychologin. Ich verstehe das auch nicht. Sie sagt, für sie klinge es nicht nach fehlender Disziplin, was irgendwie schön ist, weil das bedeutet, dass ich kein faules Stück bin, das sich in der leidenden Rolle gefällt. Aber erklärt und gelöst ist natürlich noch nichts und ich habe mir so geschworen, dass in dieser neuen Wohnung jetzt wirklich alles anders werden soll – ja, tja.

Ich kann auch nicht behaupten, dass es mir wirklich schlecht ginge. Es sind nur alle Möglichkeiten, wie ich mich fühlen könnte, von mir abgetrennt und versiegelt, das macht es aber nicht einfacher, nur – taub.
Wozu ist das gut? Ich heule nicht, aber ich möchte auch nichts. Zwischen mir und dem Rest liegt ein Jammertal, das zu durchschreiten ich mich weigere, unten warten die alten Drachen, und die bin ich so leid.

(Ein Abend wie gestern durchschlägt diesen Panzer kurzzeitig, aber das verliert sich mit dem nächsten Morgen, wenn der neue Tag mich trübe durchs Fenster anglotzt, was soll das, ich kann jetzt keinen neuen Tag gebrauchen, so viele Tage seit Jahren liegen noch unangebrochen auf der Seite, die hab ich auch noch nicht gelebt.)

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