Checkpoint

Ich erinnere mich: vor zwei Jahren etwa bin ich durch den Park gegangen, es war Frühling, noch etwas früher im Jahr als jetzt, und ich habe darüber nachgedacht, wie sich das alles so unendlich wiederholt – das Blühen und Drängen und Aufatmen – , und wie es in allen einen Hunger weckt danach, sich in ihrer Lebendigkeit zu spüren, und ich habe gedacht: ich bin froh, wenn meine Kraft überhaupt für ein ganzes Leben ausreicht. Wie soll man das aushalten, dieses dauernde Wundreiben, wie kann man siebzig Jahre lang stark genug sein, immer noch ein Trotzdem in sich zu finden?

Das denke ich nicht mehr. Jetzt schwebe ich irgendwo zwischen allen Zuständen, steige mit der neu entdeckten Zuversicht auf wie ein Ballon und stoße an eine Decke aus massivem Selbstzweifel. Oder etwas anderem? Da hänge ich jetzt.
Das ist eine völlig idiotische Form des Daseins.

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Aber: ich will was vom Leben.

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