Ein Buch angucken

Ich gucke „Alias Grace“ auf Netflix und suche dabei beständig nach dem Wort hinter dem bewegten Bild – und immer, wenn die Hauptdarstellerin Margaret Atwoods lange, schöne Textpassagen spricht, denke ich: Das ist es doch. Das ist es doch! Wie kann Sprache so klar und schön sein und so stark? Da ist nichts Überflüssiges gesagt, alles ganz präzise, aber niemals kühl. Ich möchte Margaret Atwood zu meiner neuen Lieblingsschriftstellerin machen und alles verschlingen, was ich von ihr zwischen die Zähne bekommen kann.

Ob ich mir die Verfilmung von „A Handmaid’s Tale“ geben will, weiß ich noch nicht. Irgendwie mag ich an „Alias Grace“, dass hier Frauen über Frauen sprechen, und der männliche Producer von „A Handmaid’s Tale“ irritiert mich. Sollte er vielleicht nicht. Vielleicht tut er’s auch nur, weil das dauernd so ist – Männer, die Frauen zeigen, seit hunderten von Jahren. Oder?

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