Oh, Jessica!

Weil ich sehr verliebt bin in Krysten Ritters Jessica Jones und nach den beiden Staffeln auf Netflix nicht von ihr lassen kann, gucke ich in meinem Liebeskummer auch noch die Defenders, dabei finde ich Marvel-Verfilmungen meistens lahm (Ehre, Erbe, Welt retten, Gut, Böse, Bestimmung, mehr Ehre, leere Dialoge, Liebe ist unmöglich – Liebe geht doch, nichts Neues).

Die „Defenders“ sind auch nicht besonders aufregend. Immerhin gibt es neben Jessica eine ganze Menge weiblicher Figuren – das Internet scheint sich über sie zu freuen, die fiesen Frauen funktionieren auch, aber was ist los bei den Guten? Die Dynamik zwischen weiblichen und männlichen Figuren fühlt sich an wie eine Familienfeier: vordergründig tun alle das Gleiche, aber in Wahrheit machen die Frauen irgendwann den Abwasch oder noch mehr Kaffee, und die Männer bleiben im Wohnzimmer sitzen und reden laut.
In den „Defenders“ machen die Männer auch viel Krach und diskutieren eine Menge und prügeln sich, während die Frauen im Hintergrund vernünftig schalten und walten, mit gedämpften Stimmen besorgte Gespräche führen und zwischendurch die Kerle zu Vernunft bringen. Die Superhelden stehen plötzlich da wie dumme kleine Jungen, die Frauen dagegen wirken wie nachsichtige Mütter. Bis auf Jessica, die sich prügelt und ab und an den Laden rettet, ohne viel Aufhebens darum zu machen. Gute Frau.

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s