Räuberbraut

Ich habe Margaret Atwoods „The Robber Bride“ gelesen, heruntergeschlungen, am Stück und ohne zu kauen, und jetzt tauche ich daraus hervor in mein eigenes Leben, steige aus und stehe allein am Bahnsteig und Charis, Roz und Tony fahren ohne mich weiter und ich vermisse sie schon, da haben sich noch nicht einmal die Zugtüren hinter mir geschlossen. Besonders Roz liebe ich in ihrer Buntheit und Lautheit und Intensität und für ihre Liebe zu ihren Töchtern, die ich ebenfalls liebe. Aber Margaret Atwood, glaube ich, hat Tony am liebsten, klug und kopflastig, und ich mag Tonys Tick, Wörter rückwärts zu sagen, weil ich das im Kopf auch dauernd mache, aber Tony kann das noch viel besser und singt ganze Lieder rückwärts. Und ich werde die bedingungslose Freundschaft zwischen den dreien vermissen und wie sie bei allen Unsicherheiten unbeugsam sind, schon weil sie einander so fest halten. So ein schönes, tiefes Buch.

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