Es hilft ja nichts

Ich will keine Kirchenmaus mehr sein und der in Aussicht gestellte Job steht da seit einem halben Jahr und ich kann nicht mehr warten. Ich hab aber Angst vor der Jobsuche und dass sie mich stressen könnte und dann alles wieder kaputt geht. Ich hab Angst vor einem neuen Job und dass er mich stressen könnte und dann alles wieder kaputt geht.
Kein Geld haben stresst mich und macht auch alles kaputt.

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Ich bin kein Rassist, ABER

… während immigrierte Spinnen in meiner Wohnung uneingeschränktes Bleiberecht genießen, werden Wanzen ohne Ausnahme direkt vom Balkon geschmissen.

(Darüber soll man keine Witze machen. Außerdem sind Spinnen und Wanzen ja ganz verschiedene Tier… arten(?), mit Rassen hat das also gar nichts zu tun. Und dass alle Spinnen bleiben dürfen, liegt auch nur daran, dass noch keine großen, dicken, haarigen Spinnen vorbei gekommen sind. Aber sonst! ist das alles sehr treffend.)

Tell me are you scared cause I would be

FAKT. Räume voller Menschen machen mich nervös.

FAKT. Wenn ich die Deko übernehme, ist die Deko der Shit. Wenn ich den Rest übernehme, haut der auch rein.

FAKT. So viel geweint wie in den letzten 24 Stunden hab ich lang nicht mehr. Erst vor Angst, dann vor Stress, dann vor Frust, dann vor Herzbruch, dann vor ich weiß gar nicht, was.

FAKT. Die Frau, die einen Move macht, weil ihr der Typ in der Bibliothek gefällt: wie erstaunlich, dass ich das auch sein kann. (Und war sein Lächeln nicht hinreißend, aus dem Augenwinkel, als er im Vorbeigehen seine Antwort auf meinen Brief auf meine Tastatur gelegt hat?)

FAKT. Ich glaub, ich lieb dich sehr, was soll ich machen.

FAKT. Mein Leben ist die machbare Menge des Möglichen, ich bin das, was übrig ist, der letzte aus einem schillernden Schwarm bunter Traumvögel, aber ich sing, so sehr ich kann.

FAKT. Ich bin nicht allein. (Danke.)

FAKT. Ich war Teil von etwas, das ich nicht genießen konnte, aber es war gut. Ich hab mit dafür gesorgt, dass es gut war. Und ich bin froh drüber, dass es für die anderen gut war – für den Künstler, für die WG, für alle, die über das verzauberte Zimmer gestaunt haben.

FAKT. Mir kein neues Rezept für die ollen Tabletten zu holen, war wirklich ungeheuer dumm. Aber nächste Woche bin ich wieder okay. Und obwohl mein Körper jetzt zwischen mir und der Welt steht, bin ich froh über die letzten beiden Tage.

FAKT. Das war gestern, das ist schön:

FAKT. Ich mag Klamotten.

Kurs auf Eisberg

Was machst du für Sachen?

Das hier mache ich:
Heute Abend ist ein Wohnzimmerkonzert in einer befreundeten WG, das ich mitorganisiere. Und morgen, gleich nachdem wir den Musiker versorgt und zum Bahnhof gebracht haben, fahre ich zu meinen Eltern.
Knapp, aber machbar, vielleicht, nur: mein Körper ist müde und unerholt, am Mittwoch habe ich meine letzte Tablette genommen und es nicht geschafft, mir ein neues Rezept für die nächsten zu holen, die letzte Nacht war zu kurz, die nächste wird es auch, ich muss noch packen, ich soll Auto fahren, die WG dekorieren, und meine Wohnung sieht seit Wochen aus wie Scheiße.
Es ist alles zu viel, ich bin völlig fertig, ich weiß nicht, was der Mangel an Schlaf und Venlafaxin in meinem Organismus veranstalten, aber ich kann gerade so aufrecht sitzen, mein Kopf ist nicht klar und mein Körper ist es auch nicht.
Was gestern noch Vorfreude auf das Konzert und den Abend mit Freunden war, ist jetzt blanke Panik, ich hab gedacht, ich kann das, ich hab Angst gehabt, ich könne es doch nicht, ich merke, ich kann’s wirklich nicht.

Aber jetzt ist es da. Wie soll das gehen.