Projekt

Ich kann nicht über die eigentlichen Dinge schreiben.
Da war ein Abend in einem kleinen Raum mit gedämpftem Licht: Workshop hieß das, und fremde Menschen kamen, um bei uns zu sitzen, und dann ist so beiläufig etwas so Großes, Tiefes entstanden, dass ich es noch immer kaum begreife.
Ich wünsch mir, dass das wieder passieren kann.
Ich wünsch mir, ich hätte Kunst studiert.
Ich wünsch mir, dass das der Anfang von etwas ist, weil ich mich so ganz dort hinein geben konnte, weil das, was ich bin, mit dem, was meine Freundin ist und was ein weiterer Künstler ist, zu etwas wird, das einem Menschen für eine halbe Stunde ermöglicht, sich selbst zu begegnen und sich gütig zu begegnen, vor uns und mit uns. Im Schein der Lampe weben wir ein zartes, aber dichtes Netz, wir werden ein Kokon und machen Schmetterlinge.

Mach das mal durch Kunstgeschichte, durch reine Theorie, das kannst du nicht.

(Was passiert ist: jemand kommt zu uns und meine Freundin und Projektpartnerin und einfühlsamste Fragerin unterhält sich mit ihm über seinen Körper und wie er sich darin fühlt. Hinter einem Paravent sitzen ich und ein richtiger Künstler und zeichnen Bilder aus den Antworten. Die Gespräche und Bilder sind Geschenke, von uns so sehr wie für uns, wir alle erleben und fühlen und staunen und schaffen mehr, als wir für möglich gehalten haben.)

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