13./14.06.

Ein winziger, zerdrückter Vogel bin ich und sitze bei dir und piepse „Ich bin verwirrt und fürchte mich“, eine endlose Litanei aus traurigen kleinen Tönen, du hörst mir zu und fütterst mich, aber ich werd immer kleiner und die Welt ist groß und zum Schaudern.
Erst, als wir nebeneinander im Bett liegen und jedes in sein Tagebuch schreibt, dein Bein auf meinem, und ich mir auf zweieinhalb Seiten jede einzelne Frage aus dem Leib geschrieben habe und du das Licht ausmachst und wir anfangen, uns zu berühren: da höre ich auf, ein Vogel zu sein, und erinnere mich an meinen warmen, lebendigen Körper einer Frau. Ich freu mich so an dir in deinem Körper und jetzt bin ich froh, noch immer, am nächsten Morgen bei der Arbeit.

Das andere ist noch da, alle Fragen, jede Sorge, aber jetzt hab ich ein kleines warmes Licht gegen den drückenden Nebel. Grumpy setzt eine Macho-Maske auf und sagt: Musstest nur mal richtig durchgevögelt werden, hm? – Ich hau ihm eine runter.

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