Gegenmaßnahmen, 2

Ich rede drüber. Ich vertrau mich wohlmeinenden, fast unbekannten Menschen an, und sie nehmen Grumpy mitleidig in den Arm, weil er so verbissen unglücklich ist. Er blinzelt heftig und zieht die Nase hoch.

Nach einem Alptraum über meine Wohnung, in der sie sich in ein ekelhaftes, schleimiges Monster verwandelt und mich aufgefressen hat, räume ich endlich auf, auch den Balkon. Grumpy guckt sich den abgewaschenen Berg Geschirr an und sagt: Wir waren lange nicht mehr hier, oder? – Ja, sage ich. Wir müssen öfter hier sein, wir brauchen das.
Nach dem Aufräumen setzen wir uns mit einer Schale Erdbeeren auf den Balkon. Grumpy macht die Augen zu und entspannt sich seufzend. An diesem Abend bin ich frei.

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Die letzten Rosen im Jahr

Grumpy hat keine Lust. Ich will nämlich mit ihm den Balkon aufräumen und winterfest machen, um morgens beim Kaffee doch noch ein bisschen Sonne abzukriegen, weil mit Sonne alles leichter ist. Grumpy mag Sonne in Wahrheit auch, obwohl er Theater macht bei dem Vorschlag, irgendetwas aufzuräumen. Aber wenn wir dann erst draußen sitzen, das weiß ich, wird er ganz still und friedlich sein und brav an seinem Kaffee nippen.

Aber für heute muss es reichen, ihn zum Wäschewaschen zu überreden. Das ist auch wirklich genug Arbeit für einen Tag – wir tragen den Wäschekorb in den Keller, er brüllt Zetermordio und ich versuche, ihn mit Blätterkrokant zu besänftigen. Den mag er und hält zumindest die Klappe, bis er den Mund nicht mehr voll hat.