Tiefkühltag

Heute bin ich neben Grumpy aufgewacht. Wir fühlen uns beide irgendwie, haben keine Lust zu reden und wissen nicht, was wir heute vom Tag wollen.

Fertigpizza, entscheidet Grumpy schließlich. Ich gebe nach und ignoriere mit Absicht alles, wonach das Leben draußen brüllt.

 

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24.11.

Gerade sind sehr viele Dinge auf verschiedene Arten anstrengend: diese Woche habe ich mit jedem Tag gemerkt, wie ich fadenscheiniger werde, und heute fühle ich mich ganz zerschlissen.
Zum Workshop bin ich eine halbe Stunde zu spät gekommen, habe die Tür aufgemacht und einige Minuten blöd in den Kursraum geguckt, dann hab ich gewusst, das geht jetzt nicht auch noch, und bin wieder gegangen.

Grumpy ist nichtmal mitgekommen. Als ich heimkomme, hängt er noch im Schlafanzug rum und guckt mich schadenfroh an: Hab ich dir doch gleich gesagt. – Und diesmal hat er Recht. Ich bin so müde an Geist und Körper, ich könnte heulen. Ich heule.

Viel

Ein Wochenende voller Menschen, Nähe, Geborgenheit: ein Freund war zu Besuch, und jetzt habe ich ihn zum Bahnhof gebracht und finde mich vor der Universität wieder unter all diesen jungen, eiligen Menschen, und ich denke: Wie kann das hier zu mir gehören? Wie kann es sein, dass ein so seltsamer Ort Teil meines Lebens sein soll, all dieses Kommen und Gehen, jeder auf seinem eigenen Weg, wie kann es sein, dass ich mich hier hineingeworfen habe, in diese beständig wispernde Maschinerie mit ihren tausend Rädchen und Regelchen, wie soll ich all das im Blick behalten und dabei meine eigenen Füße nicht übersehen, wie sie mich auf einem krausen Pfad durch das absonderliche Geflecht zu tragen suchen.