Komm

Ich möchte mich verschenken – ich möchte mich öffnen wie die Tür zu einem wilden, blühenden Garten, und wer immer er ist, er soll sich verlaufen auf meinen stillen, grünen Pfaden, wo es immer Sommer ist und schwer nach Springkraut duftet. Hier soll er sich verlieren, unrettbar, zwischen meinen Ranken und Schatten und Dornen und phantastischen Gewächsen, während eine dunkelrote Rose langsam jene Tür verschließt, und jetzt wird er für alle Zeit in mir ruhen: auf moosigen Samt unter dem Apfelbaum gebettet wird er die weißen Rehe träumen, die bei Vollmond vom nahen Fluss her kommen.

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