Was ich mir zum Geburtstag wünsche

Dass ich davon leben könnte, kreative Sachen zu machen, Fahrräder umlackieren zum Beispiel, oder fotografieren.

Dass ganz viele Leute meinen Blog lesen.

Dass Freunde und Freundinnen, die es schwer haben, es leichter haben.

Das große Romantik-Kaboom!

Ein Lagerfeuer.

Diesen Hund. Bitte. Bitte.

Ein Lindy-Hop-Festival, irgendwo, wo es schön  und mein ehemaliger Tanzpartner weit weg ist.

Und Erdbeerkuchen.

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Hansine Dampf

Was ich schon alles für Geld gemacht habe:

Zeitungen ausgetragen, na klar, Motorenteile kontrolliert und verpackt, Preistafeln von Hand gemalt, eine Hubarbeitsbühne gefahren, Essen ausgegeben, mit Menschen mit Behinderung Geschirr abgewaschen und Böden gewischt, Architekten hinterhergeputzt, Hochzeitsgäste bewirtet (mehrfach), betrunkene Mitarbeiter einer Software-Firma bespaßt, Kinosäle geputzt, Popcorn und Tickets verkauft, Wahlscheine ausgegeben, Stimmen ausgezählt, in einer Kita Geschirr abgewaschen, ein Lehrbuch illustriert, das nie gedruckt wurde, gezeichnet, Würstchen gebraten, Autos eingewiesen, Sprachstudenten begleitet, im Büro einer Kieferorthopädin völlig sinnlos Briefvorlagen formatiert, in einem anderen Büro stapelweise Unterlagen ausgedruckt, den Relaunch einer Website mitbetreut, getextet, Gehaltsabrechnungen erstellt, Anrufe angenommen, mit Kindern gebastelt, tausende von Schuhpaaren in Reihen aufgestellt, Wäschesäcke geschleppt – und Umzugskisten, Bücher gescannt, Literaturlisten erstellt, einen Hund gehütet, Mathe erklärt, Getränke verkauft, nach Diktat getippt, Briefe eingetütet, Marktstände mitbetreut, in einem Café zum schlechtesten Service der Stadt beigetragen, Garderoben besetzt, auf einer Messe Eintritt kassiert, Tagungen mitorganisiert, geputzt in einer Privatwohnung, hab ich was vergessen? – und gerade sitze ich als Aushilfssekretärin in einem Büro und beantworte brav das Telefon, um zu sagen, dass das Büro eigentlich im Urlaub ist.

Und was soll ich werden?